Die Bundesnetzagentur hat die Ergebnisse ihres jüngsten Ausschreibungsverfahrens nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz im Bereich Biomasseanlagen bekanntgegeben.
Tuttlingen. Das Verfahren richtete sich an Betreiber von Neuanlagen und von Bestandsanlagen, die sich eine zehnjährige Anschlussförderung sichern wollen. Insgesamt erhalten bundesweit 388 Gebote mit einem Gesamtvolumen von rund 491 Megawatt einen Zuschlag. Auch die Region profitiert davon: einen Zuschlag erhalten die Faller Energie GmbH aus Hüfingen, die Hubert Hall Bioenergie in Immendingen sowie beiden Unternehmen Bioenergie Diener GbR und Fritz Hilzinger aus Tuttlingen.
Der Abgeordnete JENS METZGER (GRÜNE) begrüßt die Zuschläge für die hiesigen Unternehmen, denn: Biogas sei ein wichtiger Baustein der Energiewende, der eine bedarfsgerechte und wetterunabhängige Strom- und Wärmeerzeugung ermögliche. Gleichzeitig sei die Gewinnung von Strom aus Biomasse gerade im ländlichen Raum zu einer wichtigen Stütze geworden, die die Region auch unabhängiger von internationalen Energieimporten mache. METZGER kritisiert jedoch die seiner Ansicht nach viel zu geringen Ausschreibungsmengen der Bundesnetzagentur, welche die Anlagen in Baden-Württemberg dauerhaft in ihrem Bestand gefährdeten. Stattdessen müssten - neben einer nachhaltigen Erhöhung der Ausschreibungsmengen – auch die politischen Rahmenbedingungen für die Biogasanlagenbetreiber weiter verbessert werden.
Aufgrund der Unterzeichnung der bundesweiten Ausschreibung hatte die Bundesnetzagentur das Ausschreibungsvolumen nachträglich entsprechend der gesetzlichen Vorgaben reduziert. Zuschläge konnten somit nur in einem Umfang von 80 Prozent der ursprünglichen Gebotsmengen erteilt werden.