Tuttlingen - Neue Ideen für eine gute Pflege vor Ort wollen das Land und die Landesverbände der Pflegekassen mit dem Förderprogramm „OrtsNahePflege BW“ voranbringen. Auch der Landkreis Tuttlingen profitiert davon und erhält in diesem Jahr laut Jens METZGER (GRÜNE) mehr als 2,5 Millionen Euro für sein Modellvorhaben „Pflegemanager vor Ort“. Das Tuttlinger Projekt ist eines von landesweit sechs Modellvorhaben, die mit insgesamt 14,3 Millionen Euro gefördert werden.
Die Entscheidung für eine Förderung des vom Landkreis Tuttlingen entwickelten Modellvorhabens sei eine gute Nachricht für die Region, freut sich Jens METZGER. Denn: wer pflegebedürftig sei, solle so lange wie möglich in seinen eigenen vier Wänden bleiben können. Genau darauf ziele das Modellvorhaben ab: kurze Wege, vertraute Umgebung, Unterstützung dort, wo die Menschen leben. Laut Modellkonzept soll im ganzen Landkreis Tuttlingen eine flächendeckende, wohnortnahe und sektorenübergreifend vernetzte Pflege- und Unterstützungsstruktur durch den Einsatz von Pflegemanagern vor Ort aufgebaut werden. Im Mittelpunkt stünden dabei laut METZGER die frühzeitige Beratung und Begleitung von pflegebedürftigen Menschen, die Vernetzung von Hilfs-, Pflege- und Gesundheitsangeboten und die enge Zusammenarbeit mit den Hausärzten, den Pflegediensten und Kommunen. Dadurch sollen pflegebedürftige Menschen und ihre An- und Zugehörigen frühzeitig unterstützt, Versorgungslücken geschlossen und ein möglichst langer Verbleib im vertrauten Umfeld sichergestellt werden.
Das Förderprogramm „OrtsNahePflege BW“ richtet sich an Kommunen, Wohlfahrtsverbände und gemeinnützige Organisationen, die neue Modelle der Pflege und Unterstützung für Pflegebedürftige und ihre Angehörigen im sozialen Umfeld entwickeln wollen. Wissenschaftlich begleitet und evaluiert, sollen die geförderten Projekte zeigen, welche Ansätze sich in der Praxis bewähren, und Impulse für die Weiterentwicklung der pflegerischen Versorgung in Baden-Württemberg liefern. Das Förderprogramm läuft noch bis 2029.